Nach der Messe ist vor der Messe!

Meldung

Am 24. und 25.02. fand in der Big Box in Kempten die Messe „Mein Leben“ statt.

Konzipiert ist diese Messe für Gesundheit, Wellness und Sport, so dass wir an unserem Stand mit vielen, ganz unterschiedlich interessierten Messebesuchern ins Gespräch kommen konnten: Studenten der Psychologie und der sozialen Arbeit fragten nach Praktikumsplätzen, Angehörige nutzten den ungezwungenen, anonymen Rahmen, um sich nach Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung zu erkundigen, junge Besucher/innen probierten mit Spaß und auch Erstaunen unsere mitgebrachten „Rauschbrillen“ aus, die optisch 0,7, 0,8 und 1,2 Promille erzeugen, ehemalige Patienten kamen vorbei und ließen uns teilhaben an ihrem nach der Therapie erfolgreichen Leben, eine Besucherin erzählte uns von der Klinik aus der Zeit, als diese noch eine Lungenfachklinik und sie ein kleines Mädchen war, das als Tochter von Mitarbeitern dort aufgewachsen ist. Einige Betroffene informierten sich erstmalig überhaupt über die Möglichkeit einer Behandlung, erfuhren von den Suchtfachambulanzen in Sonthofen und Kempten, der Möglichkeit der Behandlung im BKH sowie der Langzeittherapie bei uns.
Am Sonntagabend packten wir dann unseren Messestand zusammen, um am Montag, den 26.02.18 in München zum Rehawissenschaftlichen Kolloquium im ICM auf dem Münchener Messegelände alles wieder aufzubauen.
Das dreitägige Rehawissenschaftliche Kolloquium ist eine seit 27 Jahren jährlich veranstaltete Tagung der Deutschen Rentenversicherung, in der alle Fachgebiete, die Rehabilitation betreiben, in Vorträgen, Seminaren und mit Power Point Präsentationen ihre Arbeit sowie Neuerungen und Erkenntnisse aus der Forschung vorstellen.
Den Messestand teilten wir uns mit unseren Kollegen/innen aus der Fachklinik Alpenland (Bad Feilnbach), Würmtalklinik (München) und Therapiezentrum Grafrath (Grafrath) und repräsentierten den Fachbereich Suchthilfe der Ordenswerke des Deutschen Ordens. Wir kamen mit vielen Teilnehmern/innen der Tagung ins Gespräch über unser Behandlungskonzept , welches sich seit ein paar Jahren in besonderer Weise, in Umsetzung der Vorgaben des Kostenträgers, mit der Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit der Rehabilitanden befasst – also BORA (berufliche Orientierung in der Rehabilitation Abhängigkeitskranker) innovativ umsetzt.

Auch wenn fünf Tage hintereinander für alle Mitarbeiter/innen, die Standdienst hatten, anstrengend waren, war gerade der Wechsel zwischen der allgemein gehaltenen Gesundheitsmesse in Kempten mit vielen netten Gesprächen und konkreter Hilfe zum fachlichen Austausch mit Kostenträgern, Suchtverbänden und Kollegen aus anderen Entwöhnungskliniken für uns wichtig und impulsgebend.