Hirtenstein 1 • 87538 Bolsterlang • Tel.: +49 (0) 8326 311–0

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Unser Krankheits- und Behandlungskonzept: Psychoanalytisch orientiert


International werden Abhängigkeitserkrankungen in ihren Krankheitsursachen als „multiphänomenal“ und „multikausal“ betrachtet.
Aus Sicht psychoanalytischer Forschung haben insbesondere persönlichkeitsprägende Beziehungserfahrungen in der Kindheit als schützende (protektive) oder verletzende (vulnerabilisierende) Faktoren einen bedeutsamen Einfluss auf die Krankheitsentstehung und -aufrechterhaltung.
Die von der Psychoanalyse vertretene Dualität von Persönlichkeitsstörung und Abhängigkeitserkrankung eröffnet damit ein komplexes Feld krankheitsrelevanter Einflußfaktoren. Der Vorteil eines psychoanalytischen Ansatzes und einer Zugangsweise liegt im Erfassen und Behandeln von Abhängigkeitserkrankungen in dem Verstehen der Dynamik von äußerem Verhalten, innerem Erleben und Affekt“. Je nach Schweregrad der Entwicklungsstörung eines Menschen ersetzt die Suchtmittelwirkung spezifische psychosoziale Funktionen, über die der Betroffene aufgrund der zugrundeliegenden Störung nicht verfügt. Die destruktivste Ausprägung von Abhängigkeit korrespondiert in der Regel mit einer Störung in der Aufrechterhaltung eines gesunden Selbstwerts sowie eine Regulierung von Beziehung zu anderen Menschen. Das Suchtmittel übernimmt dann die Stabilisierung des Selbstwerts, erhöht die Leistungsfähigkeit, ersetzt soziale Beziehung, mildert Gefühle von Traurigkeit, Einsamkeit und Scheitern, läßt vergessen, wo eigentlich Erinnern, Betrauern und Aussöhnen notwendig wäre.
Unsere Behandlungsmethode ist überwiegend psychoanalytisch interaktionell, will Sie also mit Hilfe gezielter therapeutischer Fragen und Interventionen in der Ganzwerdung Ihrer Persönlichkeit unterstützen, damit am Ende ein Suchtmittelgebrauch für Sie nicht mehr erforderlich ist.