Hirtenstein 1 • 87538 Bolsterlang • Tel.: +49 (0) 8326 311–0

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Therapieprogramme


„Zeit“ ist ein wichtiger Wirkfaktor innerhalb des Rehabilitationsprozesses, sowohl was den Zeitpunkt als auch was den Zeitraum anbelangt.

Abhängig von verschiedenen Faktoren, gibt es mehrere Therapiezeitmodelle, über die wir Sie auf dieser Seite informieren wollen.

Langzeittherapie
Die Langzeittherapie ist unsere Standardbehandlung. Sie dauert durchschnittlich 15 Wochen und ist das bewährte Programm einer Erstbehandlung. Entscheidend für die Wahl dieses Behandlungsprogramms sind Ihr individuelles Krankheitsbild, Ihr suchtspezifisches Problembewusstsein, die bisherigen Lösungsversuche und die Möglichkeiten für eine ambulante Nachbehandlung. Zielsetzungen und Behandlungsmaßnahmen werden auf Ihre individuelle Problemlage abgestimmt. Die Behandlungsdauer kann entsprechend den erreichten Fortschritten verkürzt oder verlängert werden. Innerhalb der Behandlung erfolgt eine umfassende medizinische und psycho-soziale Diagnostik, eine ausführliche Problemanalyse, die Definition von individuell stimmigen Therapiezielen und die Durchführung der zur Zielerreichung vereinbarten Behandlungsmaßnahmen, die Bestandteil des Rehabilitationsplanes werden: Medizinische, psychotherapeutische, sport- und physiotherapeutische Komponenten, diätetische Maßnahmen, Sozialberatung, Arbeitsbelastungserprobung und weitere spezifische Angebote, wie z.B. die Vorbereitung auf die MPU.
Angststörungen, Zwänge oder Depressionen, die oftmals mit einem Suchtproblem einhergehen, werden sinnvoller Weise mitbehandelt.
Unter systemisch-familientherapeutischen Gesichtspunkten werden die Angehörigen in die Behandlung miteinbezogen.
Sofern Sie ohne Arbeit oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, bieten wir spezifische Angebote zur Integration in das Erwerbsleben an.

Kurzzeittherapie
Die Kurzzeittherapie ist eine 8-wöchige stationäre Behandlungsphase, der eine Motivationsphase voraus geht und deren Erfolge durch eine ambulante Nachsorge stabilisiert werden. Inhaltlich entspricht sie weitgehend der Standardbehandlung bei einer deutlichen Verdichtung der Behandlungsmaßnahmen auf die Schwerpunkte der Indikation. Sie ist als intensive Behandlung besonders dann geeignet, wenn Problembewusstsein, Abstinenz- und Veränderungsbereitschaft bereits hinreichend gegeben sind (z.B. nach ambulanter oder teilstationärer Vorbehandlung) und ein ausreichendes soziales Stützsystem für die Zeit der anschließenden Nachsorge vorhanden ist. Die Kooperationsbereitschaft der BeziehungspartnerInnen, des Arbeitgebers sowie der Vor- und Nachbehandler wird vorausgesetzt.
Eine weitere Form der Kurzzeittherapie ist die 8-wöchige Auffangbehandlung, die insbesondere bei Rückfälligkeit nach einer vorangegangenen stationären Behandlung angezeigt ist.
Weitere, ausführliche Informationen zur Kurzzeitbehandlung.

Kombitherapie
Die Kombitherapie ist der stationäre Teil eines Gesamtbehandlungsplanes mit sich anschließender (oder auch vorausgehender) ambulanter Behandlung mit einer Dauer von derzeit acht Wochen.

Psychotherapie
Unser psychotherapeutisches Handeln orientiert sich an den Grundlagen einer allgemeinen Psychotherapie. Hierbei kommen in Form von Gruppen-, Einzel- oder Paargesprächen tiefenpsychologische, systemische und verhaltenstherapeutische Verfahren zur Anwendung.
Der Schwerpunkt der Kooperation und Intervention liegt unter Berücksichtigung der individuellen Ziele auf einer Gegenwarts- und Zukunftsorientierung. Lebensgeschichtliche Zusammenhänge und Störungsbedingungen werden ebenso beachtet.
Ausführliche Informationen zu unserem therapeutischen Hintergrund finden Sie auf der Seite Fachstellen.

Arbeitstherapie
Einen wichtigen Teil der Rehabilitation in unserer Klinik stellt die Arbeitstherapie dar.
Die Arbeitstherapie versteht sich als zielorientierter Bestandteil der Rehabilitationsmaßnahme. Zusammen mit dem Arbeitstherapeuten werden Ziele formuliert und Überlegungen angestellt, welche Mittel geeignet sind, um diese zu erreichen. Die Arbeitstherapie dient der allgemeinen Aktivierung, der psychischen Stabilisierung, dem Training allgemeiner und spezifischer Fähigkeiten sowie einer ersten Abklärung eventueller neuer beruflicher Neigungen.
Nach längerer Arbeitslosigkeit können bei ausreichender Stabilität des Rehabilitanden gegen Ende des Aufenthaltes erste Versuche einer Tätigkeit in einem Kooperationsbetrieb unter realen Bedingungen in geschütztem Rahmen unternommen werden. Diese dienen zur Arbeitsbelastungserprobung und zur Steigerung der Belastbarkeit.
Hier in der Fachklinik Hirtenstein hat die Arbeitstherapie innerhalb der Gesamtrehabilitation einen gleichberechtigten Stellenwert. Sie ist Teil der medizinischen Rehabilitation und hat gemäß der Vorgaben der Rentenversicherer das Ziel "die Eingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft möglichst dauerhaft zu erhalten" (VAbK §2 Satz 1). Daher ist die Arbeitstherapie für alle Patienten verpflichtend!

Die Arbeitstherapie ist wichtig,

  • um Ihre Selbst- und Fremdeinschätzung in Ihrer Tätigkeit während der Arbeitstherapie zu trainieren.
  • um Ihre Fähigkeiten einer Erwerbstätigkeit nachzugehen zu reaktivieren, oder zu steigern (vorallem nach gegebener Langzeitarbeitslosigkeit).
  • um ein Gefühl der Gemeinsamkeit innerhalb der Patientenschaft herauszubilden und mit Leben zu füllen, und gleichzeitig für Sie das soziale Wohlbefinden zu steigern.
  • um Ihnen Möglichkeiten zu eröffnen, sich selbst bei unterschiedlichen Tätigkeiten auszuprobieren

Zusammen mit dem Ärztlichen Dienst und den Psychotherapeuten entscheiden wir Arbeitstherapeuten in welchem Arbeitsbereich sie eingeteilt werden. Ein paar Tage nach Ihrer Ankunft kommen wir dann auf Sie zu und weisen Sie ein.

Die Arbeitstherapie findet in folgenden Bereichen statt:

  • Haustechnik (vor allem Hausmeistertätigkeiten im Bereich Elektrik, Sanitär, Installation)
  • Hauswirtschaft (Pflege von Gemeinschaftsräumen und Sanitären Anlagen)
  • Kreativbereich/Tonwerkstatt (Vor und Nachbereitung von Therapieeinheiten; Brennofen bedienen und Therapieraum und –material reinigen)
  • Küche (Mit Fachkräften im großen Team alles rund ums Essen herstellen, vor und nachbereiten)
  • Malerei (Renovierungsarbeiten in der Einrichtung und Mitarbeit an Projekten)
  • Wäscherei (weitgehend eigenverantwortliches Waschen der Patientenwäsche, mit Anleitung)

Die Anzahl der Arbeitstherapiestunden pro Woche beträgt bei allen Patienten ca 12 Stunden.

Für Patienten, die lange Zeit aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden sind bieten wir außerdem die Arbeitsbelastungserprobung ( ABE ) im hauseigenen Arbeittherapie-Bereich oder in Kooperationsbetrieben aus der heimischen Wirtschaft an.
Am Ende Ihrer Arbeitstherapie werden nach dem sog. "Melba"-Verfahren Ihre arbeitsbezogenen Fähigkeiten beurteilt. Diese Beurteilung fließt in den ärztlichen Abschlussbericht mit ein. Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitstherapie bemühen uns Ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen an Ihrem zukünftigen Arbeitstherapieplatz entgegen zu kommen. Dabei behalten wir den Blick auf die Erfordernisse der alltäglichen Arbeitsabläufe in der Klinik.

Physikalische Therapie
Dank einer umfangreichen Ausstattung sind wir in der Lage viele Beschwerden des Bewegungsapparates auch ohne die Gabe von Medikamenten zu beheben oder günstig zu beeinflussen.
Folgende Therapieformen sind möglich

  • Massagen
  • Elektrotherapie
  • Unterwassermassage
  • Zellenbäder, Stangerbad
  • Dorntherapie
  • Manipulationsmassage
  • Fussreflexzonenbehandlung
  • Infrarotkabine

Sporttherapie
In der Sporttherapie können wir Ihre eventuell vorhandenen körperlichen Defizite beheben und möchten Sie wieder fit für Ihr weiteres Berufsleben machen.
Um dies zu erreichen steht Ihnen ein weit gefächertes Angebot von Möglichkeiten zur Verfügung.
Durch die Teilnahme an verschiedenen Gruppen wie:

  • Ausdauertraining
  • Wirbelsäulengymnastik
  • Koordinationstraining
  • Wassergymnastik
  • Schwimmen
  • Allgemeine Bewegungsspiele

können Sie, entsprechend Ihrer individuellen Fähigkeiten und Wünsche, neue Bewegungserfahrungen erwerben oder altbekannte wieder auffrischen.
Die Klinik verfügt dazu über eine eigene Sporthalle, einen Ergometerraum und einen reichhaltig ausgestatteten Fitnessraum.
Natürlich stehen Ihnen die vorhandenen Sport- und Freizeitanlagen auch außerhalb der Therapiezeit zur freien Verfügung.
Ergänzend stehen Angebote wie Berg- und Mountainbiketouren, Nordic-Walking und Skilanglauf zur Auswahl. Diese sind Teil einer aktiven Freizeitgestaltung und sollen Motivation für eine bewegungsintensivere Zeit nach Therapieabschluss sein. Bei der Planung von Wanderungen oder Ausflügen in die Umgebung stehen wir Ihnen hilfreich zur Verfügung.

Kreativtherapie
Der Kreativbereich in der Ergotherapie ist eine Ergänzung zur ärztlichen und therapeutischen Behandlung.
Er gibt dem Patienten die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum neue Erfahrungen zu sammeln.
Hier werden die Patienten dazu angeregt, sich zu betätigen bzw. zu handeln.
Dabei ist die Be-Handlung nicht auf das Produkt zentriert, sondern auf die sinnvolle Betätigung, die Anregung von schöpferischen Impulsen, und auf die Freude am eigenen Schaffen.
In der Therapie werden dem Patienten unterschiedlichste Materialien aus dem (Kunst-) Handwerklichen Bereich angeboten, wie z.B. Holz, Seide, Flechtware, Ton.